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Wissenswertes über Wein

Wein trinken ist gut – doch manchen reicht das nicht denn sie interessiert auch, was sie trinken. Hier erfahren Sie alles über Aromen, Herkunft, Herstellung und Lagerung. Zudem finden Sie alles Wissenswerte über das Thema Wein im Trauben-ABC und Weinlexikon:

Aromatabelle | Lagerung | Trauben-ABC | Herstellung | Lexikon | Weinprobe | Wein und Speisen

Beim Genuß von Wein wird man feststellen können, daß viele unterschiedliche Geschmackseindrücke sich entfalten. Nachdem man den erstenSchluck genommen hat, schmeckt man, ob der Wein "lieblich" oder "trocken" schmeckt. Wenn der Weinfreund nicht unmittelbar vorher stark gewürzte Speisen genossen oder Tabak geraucht hat, eröffnen sich ihm weitere, viel subtilere Geschmackseindrücke.

Unten stehende Tabelle soll dem Weinfreund Vokabeln an die Hand geben, die es ihm ermöglichen, das Aroma des Weins zu beschreiben. Rot hinterlegt sind negative Geschmackseindrücke.

Fruchtig Zitrone Säureangereicherter Weißwein
Limone australischer Riesling
Grapefruit Scheurebe
Orange Marsala
Ananas kalt vergorener Weißwein
Melone Mâcon Blanc
Banane junger Beaujolais
Litschi Gewürztraminer
Pfirsich osteuropäischer Weißwein
Aprikose Viognier/Condrieu
Apfel junger Chardonnay
Birne Weißwein aus Piemont
Kirschen reifer Pinot Noir
Maulbeeren Shiraz
Himbeeren junger Pinot Noir
Brombeeren nördliche Rhône
Erdbeeren Rioja
Johannisbeeren Cabernet Sauvignon
Stachelbeeren Sauvignon Blanc
Traubig Muskateller
Rosinen Liqueur Muskat
Pflaume Recioto
Feigen Portwein
Vegetabil Grasig Sauvignon
Nesseln Sauvignon Blanc
Paprika nicht ganz reifer Cabernet
Eukalyptus reifer Cabernet
Minze Cabernet aus der neuen Welt
Geranienlaub Sorbinsäure
Johannisbeerlaub Cabernet Sauvignon
Dosenspargel Sauvignon aus Neuseeland
gekochter Kohl Edelfäule
Tabak Châteauneuf-du-Pape
Stroh Chenin Blanc
Tee junger Portwein
Blumig allgemein blumig Riesling
Veilchen feinster reifer Rotwein
Holunderblüten junger Weißwein aus kühlem Klima
Rosen Muskateller
Orangenblüten Muskateller
Gewürz würzig Elsässer Weißwein
Süßholz Syrah
Pfeffer Syrah
Vanille Fässer aus amerikanischer Eiche
Animalisch Katzenpisse Sauvignon Blanc
Mäuse Brettanomyces
Fleisch Pomerol
Wild Rhône-Wein
Speck reifer Elsässer
Leder faßgereifte Rotweine
Mikrobiologisch Florhefe Manzanilla fino
Bäckerhefe manche Champagner
Butterteig voller Chardonnay
Chemisch Faule Eier Sulfid
Streichholz freier Schwefel
Pappe kartongelagerte Gläser
nasse Pappe verschmutzte Filter
überreife Birnen Beaujolais primeur
Acetaldehyd Oxidation
Mineralisch Petroleum alter Riesling
Nasse Steine Chablis
Feuerstein Pouilly-Fumé, Sancerre
Erdig nasses Geschirrtuch schmutzige Gläser
Schimmel Korkgeschmack
Waldboden reife volle Rotweine
Holz Pinienharz Retsina
Bleistiftspäne Cabernet Franc
Zigarrenkiste roter Bordeaux
Eichenholz Chardonnay
feuchtes Holz unsauberes Faß
Geröstet Toast feiner Chardonnay
angebrannter Toast alter Semillon
Kaffee Madeira
verbrannter Gummi Syrah
Rauchig Elsässer Weißwein
Süß Schokolade Shiraz
Melasse Rotweine aus Piemont
Karamel reife Rotweine
Malzzucker Sauternes
Honig Riesling
Bisquit alter Champagner
Nüsse Haselnuß weißer Burgunder
Kastanie portugiesischer Rotwein
Kokos Fässer aus amerikanischer Eiche
Marzipan Marsanne
Mandelkerne Sherry
Bittermandel Soave

Quelle: www.winecat.de

Wein ist ein recht empfindliches Genußmittel, bei richtiger Lagerung kann er jedoch Jahrzehnte, wenn nicht sogar Jahrhunderte überdauern.
Vor nicht allzulanger Zeit ist eine römische Galeere samt Ladung geborgen worden, der in der Ladung befindliche Wein war sogar noch genießbar. Um dem Wein ein solch langes Leben zu bescheren, sollte man wissen, was für den Wein schädlich ist.

1. Licht

Im besonderen Sonnenlicht. Die darin befindliche UV-Strahlung fördert den Alterungsprozeß und begünstigt chemische Reaktionen, die zum Verderb des Weines führen. Aromastoffe werden aufgespalten, bzw. umgewandelt in andere, weniger wohlschmeckende Substanzen. Selbst Neonlicht oder Glühlampen tragen zum Verderb des Weins bei.

2. Frost, bzw. tiefe Temperaturen

Die verschiedenen Bestandteile des Weins (Wasser, Glycerine, Alkohol, Phenole, etc.) haben unterschiedliche Gefrierpunkte. Gefriert nur ein Bestandteil, trennt er sich von den übrigen. Der Wein verwandelt sich in ein heterogenes Gemisch der verschiedenen Bestandteile.

3. Wärme

Hohe Temperaturen begünstigen chemische Reaktionen im allgemeinen und Bakterienwachstum im speziellen. Wärme hat ähnliche Auswirkungen auf den Wein wie Licht, zusätzlich fördert Wärme das Wachstum eventuell vorhandener alkoholtoleranter Bakterien, die ein recht enges Temperaturspektrum zu Eigen haben.

4. Luft

... speziell Sauerstoff. Die Abwesenheit von Luft unterbindet das Wachstum aerob lebender Essigsäurebakterien. Den Effekt kann Jeder beobachten, der vielleicht mal einen Rest Wein einige Tage hat stehen lassen. Die Übriggebliebene Flüssigkeit hat mehr mit Balsamico als mit Wein gemeinsam.

5. Erschütterungen

Die genauen Zusammenhänge sind noch nicht genau erforscht. Fest steht allerdings, daß Wein, der permanenten Vibrationen ausgesetzt wird, weitaus weniger haltbar ist, als solcher, der ruhen kann.

Einige Faustregeln gelten nach wie vor:

Tanninreicher Rotwein ist länger haltbar als trockener Weißwein. Tannin unterbindet die mikrobischen Aktivitäten.
Stehend gelagerter Wein verdirbt schneller als liegend gelagerter Wein. Der Korken des liegend gelagerten Weines benetzt permanent den Korken, wodurch dieser aufgequollen bleibt. Dies hält den Luftsauerstoff fern.
Konstant hohe Luftfeuchtigkeit begünstigt ein hohes Weinleben. Luft mit hohem Feuchteanteil kann weniger verdunstete Flüssigkeit aufnehmen, sprich: es verdunstet weniger Flüssigkeit von der Außenseite des Korkens. Das Vakuum, welches durch die Verdunstung des Flüssigkeitsanteils in der Flasche entstanden ist, wird üblicherweise durch Luft ausgeglichen, somit auch Luftsauerstoff. Schimmel an den Kellerwänden ist daher nicht unbedingt ein schlechtes Zeichen.
Lange Korken sind besser als Kurze Lange Korken schützen den Inhalt besser, da auf einer längeren Strecke im Flaschenhals eine Abdichtung gegen Luft und Verdunstung gegeben ist. Wie wir sehen, ist der ideale Lagerplatz für Wein tatsächlich der Meeresgrund. Doch auch angebrochene Flaschen müssen nicht sofort aufgebraucht werden oder am nächsten Tag in der Sauce landen. Ohne Spezielle Behandlung, einfach mit aufgestecktem Korken, sind geöffnete, volle Flaschen im Kühlschrank etwa 4-5 Tage haltbar. Eine zu 3/4 volle Flasche hält sich gekühlt 3-4 Tage, die halb volle Flasche "überlebt" gekühlt etwa 2-3 Tage, eine zu einem Viertel gefüllte Flasche Wein kann auch nach 1-2 Tagen noch bedenkenlos genossen werden. Weinflaschen mit geringeren Resten sollten allerdings am nächsten Tag aufgebraucht wrden. Rotwein sollte allerdings etwa 2 Stunden vor dem Genuß in den Raum gestellt werden, in dem er getrunken wird, damit sich die Temperatur angleichen kann.
Gängige Methoden zur Aufbewahrung von Weinresten

1. Vakuumisierung

Die angebrochene Flasche wird mit einem Gummistopfen versehen, in dem ein Auslaßventil eingebaut ist. Mit einer Unterdruck-Luftpumpe wird ein Gutteil der Luft aus der Flasche entfernt. Vielfach scheitert es jedoch an Material geringer Qualität; so ist einerseits die Luftpumpe nicht stark genug, um genügend Luft aus der Flasche zu entfernen, andererseits lassen billige Gummistopfen wieder Luft in die Flasche zurück.
Diese Methode ist nur für Flaschen geeignet, die noch zu mehr als 3/4 gefüllt sind.

2. Nitrogenisierung

Bei diesem Verfahren wird die Luft, genauer: der reaktionsfreudige Sauerstoff, durch reaktionsträgen Stickstoff (Nitrogenium) ersetzt. Dieses Verfahren ist für Flaschen aller Füllhöhen geeignet, da es recht teuer ist, kommt es nur bei kostbaren Weinen zur Anwendung.

Quelle: www.winecat.de

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Abouriou (rot):

Seltene Rebsorte, vereinzelt im Südwesten Frankreichs anzutreffen.

Agiorgitiko (rot):

Aus Griechenland stammende Traube, die überwiegend kräftige Weine hervorbringt.

Aglianico (rot):

Aus Griechenland stammend. Sie bringt Sehr dunkle, graphitduftige Weine hervor.

Albalonga (weiß):

Neuzüchtung aus Rheinhessen

Albarino (weiß):

Elegante Traube aus dem Gebiet Rias Baixas (Nord-Westspanien)

Albillo (weiß):

Diese Traube ergibt einen schweren, recht neutralen Wein. Sie wird auch gern als Beimischung zu Rotweinen aus dem Ribera del Duero verwendet.

Aleatico (rot):

Aus Italien stammende Traube, die auch in Neu-Südwales vorkommt, erbringt traubig süße Weine von mittelroter Farbe.

Alfrocheiro Preto (rot):

Portigisische Traube, die tiefdunkle Weine Hervorbringt

Alicante / Alicante Brouchet (rot):

Rotfleischige Traube, aus Spanien stammend. Heute auch in Korsika, Toskana, Israel, Portugal angebaut. Die Traube erbringt spritzige Weine, die allerdings recht kurz im Abgang sind.

Aligoté (weiß):

Wichtige Traube im Burgund. Aus ihr wird leicht säuerlicher, jung zu trinkender Wein gekeltert. Sie wird auch in Osteuropa angebaut.

Amigne (weiß):

Walliser Rarität. Sie ergibt eher schwere Weine. Aramon (rot): Ertragreiche Traubensorte, deren Wein überwiegend zum Verschneiden genutzt wird.

Arién (weiß):

Dies ist die meistangebaute Traube der Welt, denn das Weinbaugebiet La Mancha in Spanien ist überwiegend von dieser Traube bestanden. Der Wein dieser Traube ist eher neutral bis säuerlich und wird überwiegend zu Brandy destilliert.

Arbois (weiß):

Vereinzelt an der Loire angebaut. Aus ihrem Most werden geschmeidige Weine gekeltert.

Arinto (weiß):

Sie ergibt säurereiche Weine und wird vorzugsweise in Portugal angebaut.

Arrufiac (weiß):

Vorzugsweise in der Gascogne angebaut.

Aspiran (rot):

Alte Rebsorte, erbringt meist leichte, duftige Weine.

Assyrtiko (weiß):

Ausdrucksstarke Traube, ergibt Weine mit Apfel- und/oder Zitronenaroma.

Auxerrois (weiß):

In Luxemburg und im Elsaß geschätzt. Die Weine dieser Traube haben milde Säure und sind voll und geschmeidig.

Avesso (weiß):

(siehe Jaen)

Azal (weiß):

Kräftige Säure, aus Portugal stammend.

Bacchus (weiß):

Deutsche Neuzüchtung, die hohe Öchslegrade erreichen kann.

Baco Noir (rot):

Französischer Hybrid, heute in Nordost-Amerika verbreitet, erbringt leichte Weine.

Baga (rot):

Aus dem Norden Portugals stammend. Durch die dickschaligen, kleinen Beeren kommen sehr tanninreiche und säurebetonte Weine hervor.

Barbera (rot):

Im Nordwesten Italiens sehr verbreitet. Die Sorte erbringt leichten, säurebetonten Wein mit Kirschnase und leicht bitterem Abgang.

Baroque (weiß):

Im Gebiet Tursan (Südwest-Frankreich) am weitest verbreitete Traubensorte.

Black Muscat (rot):

(siehe Muscat Hamburg)

Blauburger (rot):

Österreichische Neuzüchtung für leichte Alltagsweine.

Blauburgunder (rot):

(siehe Pinot Noir) Blaufränkisch / Limberger (rot): Über ganz Mitteleuropa verbreitet, erbringt spritzige Weine.

Boal / Bual (weiß):

Auf Madeira angebaut, ergibt volle, süße Weine

Bobal (rot):

Spanische Züchtung, erbringt Weine von kräftiger Farbe und frischem, leichtem Aroma.

Bombino Bianco (weiß):

Sehr ertragreich Traube, die an der Nord-Italienischen Adriaküste weitverbreitet ist.

Bonarda (rot):

Italienische Traube, saftig, kräftiger Biß.

Bouvier (weiß):

Tafeltraube

Brachetto (rot):

Nordwest-Italtienische Traubensorte, leicht kohlensäurehaltig, leichter Erdbeerduft.

Burger (weiß):

Nur noch im Central Valley (Kalifornien) angebaut.

Cabernet Frank (rot):

Französische Sorte, allgemein fruchtiger als Cabernet Sauvignon, geringe Adstringenz.

Cabernet Sauvignon (rot):

Bordeauxweine beinhalten einen Großteil Cabernet Sauvignon. Die Beeren sind dickschalig, daher ist der Wein sehr tanninhaltig und ergibt eher säurebetonte Weine. Diese Traube ist relativ ertragsarm aber von hoher Qualität. Lange Lagerfähigkeit und kräftige Farbe zeichnen die Weine aus. Das Aroma erinnert an schwarze Johannisbeeren, dunkelschokolade, Zigarrenkiste, manchmal auch an Tabak

Cabernet Severny (rot):

Russische Züchtung mit großer Frosthärte, abgestimmt auf die strengen Winter

Caladoc (rot):

Neuzüchtung aus Frankreich.

Catarratto (weiß):

Die meistangebaute Traube auf Sizilien. Sie ergibt eher leichte Weine.

Carignan (rot):

Verbreitetste rote Rebsorte Frankreichs, sehr ertragreich, tannin- und säurebetont. Duftet diffus nach Beeren.

Carnelian (rot):

Kalifornische Neuzüchtung.

Casteláo Frances (rot):

Verbreitet im Süden Portugals anzutreffen, ergibt fruchtige, follmundige Weine, die gut lagerfähig sind.

Cayetana (weiß):

Sehr ertragreich. Aus ihr wird der Brandy de Jerez hergestellt.

Cerceeal (weiß):

Sie ergibt säurereiche Weine, die gut lagerfähig sind. Ebenfalls Bestandteil edler Madeiras.

Chambourcin (rot):

Farbintensiver französischer Hybrid, aromatisch.

Chancellor (rot):

Französischstämmige Rebsorte, sehr ertragreich, daher oft arm an Essenz.

Chardonnay / Morillon (weiß):

Ein wahres Feuerwerk von Aromen verhalf dieser Traube zu ihrem Siegeszug in die Weingläser. Seit den frühen 80er Jahren zählt die Chardonnay-Traube zu den beliebtesten der Welt. Ihr Ursprung liegt im Burgund (Chablis, Mersault, Puligny-Montrachet sind Weine, die die Chardonnaytraube als Hauptbestandteil haben).

Chasselas / Gutedel (weiß):

Tafeltraube. Verbreitet in der Schweiz und im Elsaß. Bestandteil einfacher Verschnittweine.

Chenin Blanc / Steen (weiß):

Von der Loire stammend. Heute in Südafrika und Australien weit verbreitet. Der Wein dieser Traube ist angenehm säurefrisch.

Cinsaut (rot):

In Israel, Libanon, Südafrika und Korsika vorkommende Traube. Aus ihr werden Weine von heller Farbe, sanftem Duft. hergestellt. Im Geschmack weinig.

Clairette (weiß):

Für Verschnittweine verwendete Traube, verbreitet in Südafrika und Süd-Frankreich.

Colombard (weiß):

Ursprünglich aus Cognac stammend ist diese Sorte mittlerweile auch in Kalifornien und Südafrika heimisch. Der Wein dieser ertragreichen Traube ist neutral bis frisch-fruchtig.

Completer (weiß):

Ost-Schweizer Traubensorte.

Concord (rot):

Amerikanische Züchtung, auch in Brasilien vorkommend. Fuchsiger Geschmack.

Cortese (weiß):

I n und um Gavi angebaut. Ergibt frische Weine.

Cót (rot):

(siehe Malbec)

Crouchen (weiß):

Eher in Süd-Australien und Südafrika anzutreffendes Gewächs.

Delaware (rot):

Amerikanischer Hybrid mit dunklen Trauben, im Nordosten Amerikas und Japan vorkommend.

Dimiat (weiß):

Weitverbreitet in Bulgarien, für leichte Alltagsweine verwendet.

Dinka (weiß):

Weitverbreitete Sorte in Ungarn und Ex-Jugoslawien.

Dolcetto (rot):

Im Piemont verbreitet, kleine Traube mit hohen Mostgewichten und vollmundigem Geschmack.

Domina (rot):

Deutsche Neuzüchtung, allerdings meist dünner Wein.

Dornfelder (rot):

Erfolgreichste deutsche Neuzüchtung. Saftige, kräftige Weine von tiefer Farbe. In Rheinhessen und der Pfalz vorkommend.

Dunkelfelder (rot):

Deutsche Neuzüchtung. Intensive Farbe

Durif (rot):

(siehe Petite Sirah)

Ehrenfelser (weiß):

Deutsche Neuzüchtung, verbreitet in der Pfalz und Rheinhessen.

Elbling (weiß):

Historische Rebsorte. Aus ihr entsteht karger Wein, der meist zu Sekt weiterverarbeitet wird.

Erbaluce (weiß):

Piemonter Spezialität, erbringt süße Weine.

Espadeiro (rot):

Ertragreiche Rebsorte, meist recht dünner Wein.

Ezerjo (weiß):

Ungarische Rarität. Diese Traube liefert eher süße Weine.

Favorita (weiß):

Piemonter Traube, die haltbaren Wein erbringt.

Fer / Fer Servadou (rot):

In Südwest-Frankreich beheimatet mit erdigem, rauchigem Aroma.

Freisa (rot):

Piemonter Sorte, tanninreich, streng im Geschmack. Meist wenig Farbe und manchmal lieblich.

Fernâo Pires (weiß):

In Portugal recht verbreitet. Die Sorte liefert aromareichen Wein mit kräftigem Körper. Auch in Südafrika angebaut. Feteaskâ / Fetiaskâ (weiß): In Rumänien und Ungarn verbreitet. Meistens Halbtrocken bis lieblich, selten trocken. Pfirsichnase. Im ersten drittel des 20. Jahrhunderts gezüchtet.

Fiano (weiß):

Alte italienische Rebsorte, die kräftige Weine ergibt.

Flora (weiß):

Kalifornische Sorte. Selten. Aus ihr werden elegante, feine Weine gekeltert.

Folle Blanche (weiß):

Meist in Südwest-Frankreich angebaut. Früher zur Herstellung von Cognac verwendet.

Frankenriesling (weiß):

(siehe Silvaner)

Freisamer / Freiburger (weiß):

Heute in Baden und der Ost-Schweiz angebaut. Körperreiche, eher liebliche Weine.

Frühroter Veltliner (weiß):

Verwand mit Grüner Veltliner, aber säureärmer.

Furmint (weiß):

Wenn die Traube von Edelfäule befallen wird, ergeben sich süße, lebendige und lang lagerfähige Weine. Unterart der Tokajer-Traube.

Gaglioppo (rot):

Alkoholstarke Rebsorte aus Kalabrien.

Gamay (rot):

Mit vollem Namen Gamay Noir à Jus Blanc. Meist blasser Wein mit leichtem Blaustich. Das Aroma erinnert an Bananen und Birnen mit einem Anflug von Aceton. Der Wein ist jung zu trinken, frisch aber säurearm.

Garganega (weiß):

Meist verwendet für Soave und Bianco di Custoza. In Venetien heimisch.

Garrut (rot):

Der Wein erinnert geschmacklich an Lakritze.

Gewürztraminer (weiß):

Eine vor allem in Deutschland und im Elsaß beliebte, hellrote Traube, die feinwürzige und sehr aromatische Weine ergeben. Ein sehr schöner Kontrast entsteht zu chinesischen oder japanischen Speisen.

Godello (weiß):

Nordwest-Spanische Traubensorte. Ergibt kräftige Weine.

Goldburger (weiß):

Burgenländer Neuzüchtung, Weine von kräftiger Farbe. Grauburgunder / Pinot Grigio / Ruländer (weiß): Meistens trocken ausgebaut. In lieblicheren Varianten Ruländer genannt.

Grecanico Dorato (weiß):

Aus Sizilien stammende Rebsorte. Wohl ursprünglich aus Griechenland kommend.

Grechetto (weiß):

In Umbrien beheimatet. Würzige und charaktervolle Weine. Ebenfalls ursprünglich aus Griechenland.

Grenache Blanc (weiß):

In ganz Südwest-Frankreich angebaute Rebsorte. Sie ergibt früh trinkreife, meist volle, Weine.

Grenache Noir (rot):

Die in Spanien am meistangebaute rote Rebsorte. Der Most ergibt einen hellen, alkoholreichen Wein, der im Aroma süßlich aber würzig schmeckt. Die Beeren sind recht dünnschaltig, daher ist der Wein wenig tanninbetont.

Grillo (weiß):

Meist in Sizilien angebaut. Die Traube unterstreicht den Vulkanbodenton und ergibt meist erdige Weine.

Groslot / Grolleau (rot):

Rebsorte für Alltagswein.

Grüner Veltliner (weiß):

Spezialität Österreichs. Aus ihr werden meist spritzige, säurefrische und würzige Weine gekeltert.

Gutedel (weiß):

(siehe Chasselas)

Hanepoot (weiß):

Verwand mit Muskateller. In Südafrika weit verbreitet.

Hárslevelu (weiß):

Ergibt Verschnittwein, der im Tokajer Verwendung findet.

Helfensteiner (rot):

Deutsche Neuzüchtung.

Hermittage (weiß):

(siehe Marsanne)

Humagne (weiß):

Spezialität aus dem Wallis.

Huxelrebe (weiß):

Deutsche Neuzüchtung. Bei Mengenkontrolle ergibt die Traube körperreiche Weine.

Inzolia (weiß):

Sizilianische Spezialität mit leicht nussigem Aroma.

Isabella (rot):

Über viele Weinbauregionen verbreitet, vor Allem im Süden Südamerikas, im Osten Nordamerikas und in Rußland.

Jacquère (weiß):

In der französischen Schweiz weit verbreitete Sorte.

Jaen / Avesso (weiß):

Spanische Rebsorte,vor Allem in Zentralspanien verbreitet. Verwendet für Alltagswein. Avesso wird die Sorte in Portugal genannt.

Johannisberg (weiß):

(siehe Silvaner)

Kerner (weiß):

Erst 1968 in Deutschland gezüchtet. Sehr anspruchslose Rebe, die haltbare, rieslingähnliche Weine hervorbringt.

Klevner (weiß):

(siehe Pinot blanc)

Lagrein (rot):

Seltene Traube, in Südtirol anzutreffen. Erbringt vollmundigen Wein

Lambrusco (rot):

In vielen Varianten auftretend. In der Vergangenheit wurde die Traube zu einem weinähnlichen Getränk verarbeitet, seit wenigen Jahren legen immer mehr Winzer Wert auf Qualität. Die Traube erbringt dann einen meist lieblichen, perlenden Wein.

Lemberger (rot):

(siehe Blaufränkisch)

Lladoner Pelut (rot):

Nord-Spanische Rebsorte. Fäuleresistent.

Loureiro / Loureira (weiß):

Meist in Portugal aber auch in Galicien angebaute, feine Traube. Selten als Sortenreiner Wein zu haben, meist in Verschnitten zu finden.

Macabeo / Maccabeu (weiß):

Im Rioja die verbreitetste Weißweintraube. Leicht blumig und säurefrisch. Bestandteil spanischen Sekts (Cava).

Malbec (rot):

In Teilen des Bordeaux, Argentinien, Chiele und Kalifornien vorkommend, erbringt diese Sorte einen rustikalen Wein von intensiver Farbe und guter Lagerfähigkeit.

Malvasia / Malvoisie (weiß):

Fast schon antike Traubensorte, aus der Süßweine gekeltert werden.

Malvasia Noir (rot):

Kräftige Farbe, lieblicher Wein.

Mandelaria (rot):

In Griechenland beheimatete Traube von intensiver Farbe und leichtem Aroma.

Maréchal / Foch (rot):

In Nordost-Amerika beheimatet mit Erdbeernase.

Marsanne (weiß):

Sehr verbreitet an der Rhône, in Australien und zunehmend in Kalifornien. Erbringt meist körperreiche bis schwere Weine. Aroma erinnert an Mandeln und Leim.

Marvo (rot):

Zypriotische Sorte von kräftiger Farbe.

Mavrodaphne (rot):

Griechische Sorte, die einen kräftigen, portweinähnlichen Wein ergibt.

Mavrud (rot):

Vom Balkan stammend. Kräftiger, trockener Wein, adstringierend.

Melon (weiß):

Winterharte, trotzdem ertragsstarke Sorte. Meist als neutrale Basis für Verschnittweine verwendet.

Merlot / Merlot Noir (rot):

Beliebte Rebsorte. Angebaut in Australien, auf dem Balkan, Südwest-Frankreich, Kalifornien, Südamerika und Südafrika. Der Wein ist samtig, vollmundig, körperreich, säurefrisch und fruchtig. Gute Lagerfähigkeit zeichnet diesen Wein aus.

Mission (rot):

Älteste kalifornische Rebsorte, rauh im Geschmack.

Mondeuse (rot):

Rebsorte, die kräftigen, saftigen und würzigen Wein hervorbringt.

Montepulciano (rot):

Süd-Italienische Rebsorte, die kräftigen Alltagswein hervorbringt.

Morillon (weiß):

(siehe Chardonnay)

Mourisco Tinto (rot):

Portweintraube

Mourvèdre (rot):

Verbreitet in Südost-Spanien, Kalifornien und Australien. Produziert kräftigen, rustikalen und alkoholreichen Wein.

Müller-Thurgau / Rivaner (weiß):

Erst 1882 gezüchtet. Anspruchslose Rebe, die meist reich trägt. Erbringt meist säurearme Weine. Lange wurde angenommen, hierbei handle es sich um eine Kreuzung aus Riesling und Silvaner. Neueste Forschungsergebnisse besagen, daß es sich hierbei um eine Kreuzung aus Riesling und Madeleine Royale - auch königliche Magdalenentraube genannt - handelt.

Muskat Hamburg (rot):

Für den Weinbau in China und Japan bedeutend. Eigentliche Tafeltraube, aus ihr werden aber auch leichte, fruchtige Weine hergestellt.

Muskateller (weiß):

Aus dieser Traube wird im Piemont der berühmte Asti spumante gekeltert. Aber schon die alten Griechen kultivierten die Muskatellertraube, aus der eher frische Weine entstehen. Variantenreich, die Unterarten haben grünlichgelbe bis dunkelrote Trauben. In früheren Jahren wurde die Muskatellertraube meist süß, schwer und alkoholreich ausgebaut.

Nebbiolo (rot):

Edle Sorte Italiens. Säure- und tanninbetonter Wein mit kräftiger Farbe und teerigem bis blumigem Aroma, welches durch ausgewogene Flaschenreife am Besten betont wird.

Negroamaro (rot):

Die "Schwarze Bittere" aus Süd-Italien. Erbringt kräftige, gut lagerfähige Weine.

Nerello (rot):

Sizilianische Rebsorte mit leichtem Wein.

Nero d`Avola (rot):

Sizilianische Traube. Gut lagerfähig.

Nielluccio (rot):

Korsischer Verschnittwein

Neuburger (weiß):

Österreichische Neuzüchtung, beliebt, da körperreiche Weine von der Traube zu erwarten sind.

Niagara (weiß):

Amerikanischer Hybrid, meist fuchsig bis adstringierend.

Nuragus (weiß):

Sardische Traube für Alltagsweine.

Optima (weiß):

Deutsche Züchtung, früh reifend mit hohen Mostgewichten, daher ideal für kühlere Anbaugebiete.

Ortega (weiß):

Wie Optima, erreicht aber höhere Reifegrade.

Pais (rot):

In Süd-Chile verbreitet. Alltagswein.

Palomino (weiß):

Meist säure- und zuckerarme Lese. Basis für Sherry. Außer in Jerez stark in Südafrika verbreitet.

Pardillo (weiß):

Schlichte Traube Süd-Spaniens für Alltagsweine.

Parellada (weiß):

Katalonische Edeltraube. Guter Säuregehalt. Entweder zur Bereitung spanischen Sekts (Cava) verwendet oder zur Veredlung schlichterer Weine.

Pedro Ximénz (weiß):

Dünnschalige Beere, in ganz Süd-Spanien aber auch Australien verbreitet. Als sortenreiner Wein erbringt die Traube lange lagerfähige Süßweine von kräftiger Farbe.

Petite Sirah (rot):

In Kalifornien und Südamerika verbreitet. Durch die dickschaligen Beeren entstehen rustikale und tanninherbe Weine.

Petite Verdot (rot):

In guten Jahrgängen entstehen würzige bis pfeffrige Weine.

Picolit (weiß):

Italienische Edeltraube, meist für Süßwein verwendet. Aprikosennase.

Pignolo (rot)

: Im Friaul verbreitet. Die Weine sind lebendig mit vollem Körper.

Pinot Blanc (weiß):

Verwand mit Pinot grigio und Pinot noir. Die Traube erbringt meist körperreiche Weine mit breiter Aromafülle.

Pinot Grigio (weiß):

(siehe Grauburgunder)

Pinot Meunier (rot):

Champagnertraube, üblicherweise werden die Beeren nur leicht gepresst, so dass kaum Farbstoffe der Beerenhaut in den Most gelangen. Die Grundweine sind fruchtig-frisch.

Pinot Noir (rot):

Im deutssprachigen Raum auch als Blauer Burgunder oder Spätburgunder bekannt. Diese Traube ist fast ein Garant für tiefrote und fruchtige Weinemit vollem Körper. Das Aroma erinnert an Himbeeren, Erdbeeren oder Kirschen. Die Beeren sind dünnschalig, daher tanninarm und fäuleanfällig. Auch Grundweine für Champagner wird aus dieser Traubensorte gekeltert.

Plavi (weiß):

Ost-Europäische (Bulgarien?) spätreifende Traubensorte.

Portan (rot):

Französische Neuzüchtung

Portugiser (rot):

Verbreitet in Österreich, Deutschland und Ost-Europa. Die Traube erbringt schlichten, leichten Wein.

Primitivo (rot):

In Süd-Italien, Kalifornien und Australien verbreitet. Kräftige Farbe und hoher Alkoholgehalt zeichnet ihre Weine aus.

Prokupac (rot):

Serbische Rebe, erbringt süßen Wein.

Raboso (rot):

Aus Venetien stammend, säurebetont.

Räuschling (weiß):

Alte deutsche Traubensorte.

Refosco (rot):

Kräftiger, säurefrischer Wein, tanninreich. Im Friaul beheimatet.

Regner (weiß):

Deutsche Neuzüchtung.

Reichensteiner (weiß):

Deutsche neuzüchtung, fäuleresistent.

Rhoditis (weiß):

Zarte Traube, meist im Retsina verwendet.

Riesling (weiß):

Eine der am weitest verbreiteten Sorten in Deutschland. Je nach Anbaugebiet und Lese entstehen aus den Rieslingtrauben trockene Weine mit hohem Säuregehalt oder sogar Beerenauslesen. Eine ausgesprochen vielfältige Traube, die eher in den kühleren Anbaugebieten heimisch ist. Teilweise sehr edle Weine.

Rivaner (weiß):

(siehe Müller-Thurgau)

Rkatsiteli (weiß):

Rund um das Schwarze Meer (Krim, Rumänien) verbreitete Rebsorte, auch in China und Kalifornien anzutreffen.

Rolle (weiß):

Alte provencialische Rebsorte

Rotgipfler (weiß):

Österreichische Spezialität.

Roupeiro (weiß):

Portugisische Traube für Alltagswein.

Roussanne (weiß):

Traube mit rötlichen Schalen, bringt teilweise recht feine Weine hervor. Aroma erinnert an Kräuter. Verbreitet in Südwest-Frankteich und Italien, teilweise in Kalifornien.

Roussette (weiß):

Diese Sorte bringt frische, lebhafte Weine mit zartduftiger Blume hervor.

Ruby Cabernet (rot):

Kalifornische Neuzüchtung. Intensive, leuchtende Farbe.

St. Laurent (rot):

Aus Frankreich stammend, heute in Österreich beheimatet. Samtiger, runder Geschmack.

Salvador (rot):

Kalifornischer Hybrid

Samtrot (rot):

(siehe Pinot Meunier)

Sangiovese (rot):

In Italien verbreitet, vereinzelt auch in Kalifornien und Argentinien anzutreffen. Die Traube erbringt rustikale, säurebetonte Weine mit Pflaumennase.

Saperavi (rot):

Russische Rebsorte, frosthart, säurebetont und gut lagerfähig.

Sauvignon (blanc):

Diese Traube ist sowohl in der alten Welt als auch in der Neuen Welt sehr beliebt, so ist im Bordeaux blanc und in Kalifornien der Sauvignon die am weitesten verbreitete Traube. Je nach Region geraten die Weine von sehr leicht bis mittelschwer. Das Aroma erinnert an Stachelbeeren, Nesseln oder Johannisbeerlaub.

Sauvignon Gris (weiß):

Unterart der Sauvignon Blanc mit rötlicheren Schalen und rauchigerem Aroma

Savatiano (weiß):

In Griechenland stark verbreitet. Im Retsina als Masseträger verwendet.

Scheurebe (weiß):

Weitverbreitete Neuzüchtung. Ihre Trauben erbringen Weine, die eine betonte Säure haben und eher jung zu trinken sind. Das Aroma erinnert an schwarze Johannisbeeren und Orange.

Schönburger (weiß):

Deutsche Neuzüchtung mit blaß-rötlichen Schalen. Die traube liefert eher flachen Wein.

Sémillon (weiß):

Im Bordelais die meistangebaute Traube, ebenfalls in Australien und Kalifornien verbreitet. Die Traube ist dünnschalig, daher anfällig für Edelfäule, sehr körperreich.

Seyval Blanc (weiß):

Frostharter Hybrid. Sehr frischer, fruchtiger Wein

Siegerrebe (weiß):

Deutsche Neuzüchtung, erreicht hohe Mostgewichte.

Silvaner (weiß):

Ein eher zarter Wein mit feinem Aroma und milder bis feiner Säure. Meist recht blasse Farbe. Oft mit Stachelbeer- oder Quitttennase

Shiraz / Syrah (weiß):

Die Weine der Shiraz (so genannt in Südafrika und Australien), bzw. Syrah (Bezeichnung an der Rhône)-Traube ergeben ein kräftiges und bittersüßes Aroma mit vollem Körper und leichter Süße. Der Duft erinnert an Bitterschokolade, Zedernholz und schwarzem Pfeffer. Alkoholreich.

Steen (weiß):

(siehe Chenin blanc)

St. Emilion (weiß):

(siehe Trebbiano)

Sultana (weiß):

Rosinentraube, in Australien und Kalifornien angebaut, wird auch für Alltagswein verwendet.

Sylvaner (weiß):

(siehe Silvaner) Taunat (rot):

In Südwest-Frankreich und Uruguay angebaut, dickschalig, daher tanninbetont und fäuleresistent

Tarrango (rot):

Fruchtig, leicht und mild. Australische Züchtung.

Tempranillo (rot):

In Spanien sehr verbreitet. Von Cabernet-Sauvignon-ähnlichem Geschmack aber alkoholärmer. Ebenfalls gut lagerfähig.

Teroldego (rot):

Samtiges, weiniges Aroma, jung trinken! Im Trentino verbreitet.

Terret Gris (weiß):

Alte Rebsorte aus dem Languedoc. Die Weine dieser Traube sind frisch und reich an Körper.

Tinta Amarela (rot):

Im feuchten Klima Nord-Portugals beheimatet. ertragreich aber fäuleanfällig.

Tinta Barroca (rot):

Portweintraube. Neben Portugal auch in Südafrika verbreitet.

Tinta Cáo (rot):

Portweintraube

Tocai / Tocai Friolano (weiß):

Die meistangebaite Traube in Friaul. Die Weine dieser Traube sind meist sortenrein und schmecken frisch, spritzig und aromatisch. Sie sollten jung getrunken werden.

Torbato (weiß):

Sardische Traube

Torrontés (weiß):

Spanische Rebsorte, in Galicien sehr verbreitet, aber auch in Arbentinien vertreten. Frische und Würze, sowie Körper zeichnen diesen Wein aus.

Traminer (weiß):

Elternsorte des Gewürztraminers aus Österreich. Der Wein dieser Traube ist aromareich.

Trebbiano / St. Emilion / Ugni Blanc (weiß):

Aus Italien stammend, dort auch sehr verbreitet. Meistangebaute Traube Frankreichs. Erbringt meist feine, leichte aber herbe Weine. Haupttraube im Cognac.

Trollinger (rot):

Württemberger Spezialität. Erbringt fruchtig-liebliche Weine.

Ugni Blanc (weiß):

(siehe Trebbiano)

Veltliner (weiß):

(siehe Grüner Veltliner)

Verdeja (weiß):

Spanische Traube, Charakter und Nußwürze zeichnen diesen Wein aus.

Verdelho (weiß):

Aus Portugal stammend. Kleine, hartschalige und säuerliche Trauben. Diese Traube wird im Madeira verarbeitet. In Australien angebauter Wein ist meist zitronig und reich an Körper.

Verdicchio (weiß):

Italienische Sorte. Der Wein ist meist frisch mit einer Zitronennote.

Verduzzo (weiß):

Friauler Spezialität. Meist werden honigsüße Dessertweine aus dieser Traube hergestellt.

Vermentino (weiß):

Aus Italien Stammend. Reich an Aroma, spritzig, oft perlend sind die Weine dieser Sorte.

Vernaccia (weiß):

Toskanische Traube, deren Weine meist nußwürzig, charaktervoll und von kräftiger Farbe sind.

Vespaiola (weiß):

Diese Spezialität erreicht hohe Mostgewichte und erzeugt würzige Dessertweine mit kräftiger Farbe. In Venetien anzutreffen.

Vidal (weiß):

Französischer Hybrid. In Kanada sehr verbreitet.

Vilana (weiß):

Überaus feine, kretische Traube.

Villard Blanc (weiß):

Sehr ertragreicher, französischer Hybrid. Die Weine lassen Körper vermissen.

Viognier (weiß):

Verbreitet in ganz Süd-Frankreich, Kalifornien und Australien. Diese Reben ergeben einen kräftigen körperreichen Wein mit Aprikosenaroma und fast moschusartigem Duft.

Weißburgunder (weiß):

(siehe Pinot Blanc)

Welschriesling / Wälschriezling (weiß):

Diese Traube ist nicht mit dem "echten" Riesling verwand. Die Reben ergeben einen meist dünnen Wein, es werden aber auch edelsüße Versionen Produziert.

Wildbacher (rot):

In der Steiermark vorkommend. Meist für Rosé verwendet, erbringt die Traube frische, duftige Weine.

Xarel-Lo (weiß):

Aus Spanien stammende Cava-Traube. Aroma erinnert an gekochten Kohl.

Xynisteri (weiß):

Zypriotische Spezialität

Xynomavro (rot):

Griechische Traube, säurebetont und gut lagerfähig.

Zalema (weiß):

Diese, aus Süd-Spanien stammende, Traube ergibt meist einen kräftigen Wein

Zierfandler (weiß):

Österreichischen Ursprungs. Körperreicher und edler Wein wird aus dieser Traube hergestellt.

Zilavka (weiß):

Rund um die Stadt Mostar angebaute Traube, die einen nussigen, würzigen Wein ergibt

Zinfandel (rot):

(siehe Primitivo) In Kalifornien wird durch sanftes Pressen aus dieser Traube auch Weißwein hergestellt.

Quelle: www.winecat.de

Welcher Wein zu welcher Speise?

Ganz einfach läßt sich die Frage nicht beantworten. Allerdings wird Ihnen kaum ein Restaurant Lokalverbot erteilen, nur weil Sie Rotwein zum Fisch trinken. Erlaubt ist, was gefällt.
Doch welcher Wein harmoniert mit dem Geschmack der Speise? Ganz allgemein lassen sich folgende Faustregeln festlegen:
  • Saure Speisen

    (Salat mit Essig/Öl-Dressing) mildern die Säure im Wein. Zu diesen Speisen paßt also ein Wein aus kühlen Jahrgängen, eingeschränkt deutsche Weißweine.
  • Zu süßen Speisen

    sollte Wein getrunken werden, der den gleichen oder einen höheren Süßegrad hat. Im Vergleich zu Schokoladenpudding schmeckt fast jeder Wein sauer. Mavrodaphne oder andere Süßweine wären hier die richtige Wahl.
  • Salzige Speisen

    verlangen nach kräftigen Weinen. Körperreiche Rotweine passen hierzu sehr gut. Erstaunlicherweise mundet aber auch lieblicher Weißwein hervorragend. Es ergeben sich interessante Geschmackskontraste (vgl. Melone mit Schinken)
  • Bittere Speisen

    (Artischocken oder weißer Spargel) machen die Wahl des Weines schwer. Bittere Speisen verzerren das Weinaroma stark ins Metallische. Säurereiche Weine sind bei diesen Speisen die bessere Wahl.

Der wichtigste Aspekt bei der Wahl des Weines ist der Körper, nicht die Farbe. Je kräftiger die Speise, desto körperreicher sollte der Wein sein. Der kräftigste Bestandteil eines Gerichtes ist der ausschlaggebende Punkt.
Zarter Geschmack (gedünsteter Fisch) verlangt nach leichtem Wein, kräftiger Geschmack braucht körperreichen Wein.
Frisch gemahlener schwarzer Pfeffer sensibilisiert die Geschmacksknospen, ein zarter Wein gewinnt dadurch an Körper.
Sehr scharf gewürzte Speisen eignen sich nicht für den Weingenuß, da dadurch die Geschmacksnerven betäubt werden. Bier wäre hierzu die richtige Wahl.
Eierspeisen und sehr fettige Speisen versiegeln die Geschmacksnerven, so daß der Wein kaum zu ihnen vordringen kann. Hierzu schmeckt ein Bier besonders gut.

Käse und neutrale Speisen (Weißbrot) passen zu nahezu allen Weinen.
Experimentieren Sie ruhig, Sie werden erstaunt sein, wie unterschiedlich ein bestimmter Wein zu verschiedenen Speisen schmeckt!

Quelle: www.winecat.de

Seit der Zeit der alten Römer gilt bis heute eine bestimmte Reihenfolge bei der Weinprobe:
Color, Odor, Sapor.

Es wird also zuerst Farbe, dann Geruch und abschließend Geschmack begutachtet. Dabei verraten uns alle drei Elemente ganz spezifische Eigenschaften des entsprechenden Weins, die sich zu einem Gesamtbild fügen, durch das wir letztendlich den Wein beurteilen.

Die Farbe des Weins verrät uns schon viel über Qualität und Geschmack. Allerdings muß man darauf achten, daß das Aussehen des Weins nicht durch äußere Umstände verfälscht wird und so sollten Sie darauf achten, daß Sie kein Weinglas aus gefärbten Glas verwenden, daß das umgebende Licht möglichst gleichmäßig hell ist und daß Sie den Wein möglichst vor einem weißen Hintergrund betrachten.

Doch was erkennen wir nun durch das Aussehen? Wie im täglichen Leben können wir vor allem das Alter ablesen. Man kann es auf die Faustregel 'je dunkler, desto älter' reduzieren. Weißweine verändern ihre Färbung von hellgelb zu goldgelb. Junge Weißweine haben zudem meist eine grünliche Reflexion. Rotweine hingegen besitzen in ihrer Jugend eine kräftige rote Farbe, die ins rotviolett hineinspielen kann. Durch das Altern und der damit einhergehenden Bildung von oxidierten Taninen entsteht eine Brauntönung, die dem Wein eine rostfarbene Tönung beschehrt.

Betrachten Sie aber auch die Intensität der Farbe, denn hier erkennen wir die Reife der Trauben. Wenn der Farbton tief, satt und intensiv erscheint, dann können Sie viel Geschmack erwarten. Allerdings gibt es von dieser Regel auch Ausnahmen, denn die Bildung von roten Farbstoffen hängt von der Sonneneinstrahlung ab und so kann es vorkommen, daß z.B. deutsche Rotweine neben südländischen eher blaß aussehen, geschmacklich jedoch durchaus das gleiche Niveau halten.

Achten Sie auch auf die Trübung, die bei Weißwein zwar keine Qualitätsminderung darstellt, bei Rotwein jedoch auf Inhaltstoffe hinweist, die zwar nicht gesundheitsschädlich, aber unerwünscht sind.

Auch das scheinbar weinproben-typische Schwenken des Glases hat funktionale Gründe, denn man damit ablesen, wie dick- oder dünnflüssig ein Wein ist, indem man beobachtet, wie der Wein am Glas herunterfließt. Bilden sich Schlieren, so besitzt der Wein einen hohen Alkoholgehalt und eine hohe Reife. Dieser Eindruck kann jedoch auch durch einen hohen Zuckergehalt und andere Inhaltstoffe entstehen, weil diese den Wein ebenfalls zähflüssig machen. Schlierenbildung ist also nicht zwingend ein Zeichen für hohe Qualität.

Das Schwenken des Glases nutzt man übrigens auch für das Untersuchen der Duftkomponenten. Um einen Wein optimal riechen zu können, muß man jedoch unbedingt auf die Temperatur achten, da diese sich entscheidend auf die Verflüchtigung der Aromastoffe auswirkt. Weißwein sollte eine Temperatur zwischen 10° bis 11° Celsius besitzen, Rotwein hingegen entfaltet sich optimal zwischen 16° und 18° Celsius.

Grundsätzlich braucht man eine Menge Erfahrung, um einzelne Geruchssubstanzen im Wein zu entdecken, doch anfänglich reicht es, das Gesamtaroma eines Weins zu erkennen. Schwenken Sie das Glas so, daß der Wein eine maximale Glasfläche benetzt. So werden möglichst viele der Aromasubstanzen freigesetzt, die sich nach etwa einer Viertelstunde stufenweise verflüchtigen. Beim Riechen von Wein bedient man sich der ‚Schnüffelatmung', also kurze, beschleunigte Atemstöße, um mehr Luft an die Riechschleimhaut gelangen zu lassen. Dabei ist zwar der erste Eindruck entscheidend, doch sollten Sie immer wieder kurz am Glas riechen, um neue Geruchseindrücke zu entdecken.

Auf keinen Fall sollten Sie übrigens Essiggeruch oder einen muffigen Korkton wahrnehmen. Wein muß in erster Linie unverfälscht nach Wein riechen, um dann ein weiteres Spektrum an Duftkomponenten zu entfalten, wobei alte Weine ein vielfältigeres Bukett besitzen als junge Weine. Allerdings hängt die Vielfalt der einzelnen Duftkomponenten auch von der Güte eines Weins ab, sodaß Sie nicht zuviel von einem preiswerten Wein erwarten sollten.

Im Gegensatz zu der differenzierten Geruchswahrnehmung schmeckt die Zunge lediglich vier Geschmacksrichtungen: süß, sauer, salzig und bitter. Das, was wir im allgemeinen unter Geschmack verstehen ist also in Wahrheit eine Mischung zwischen Riechen und Schmecken. Um trotzdem einen möglichst intensiven Geschmackseindruck zu bekommen, sollte man den ersten Schluck so gleichmäßig wie möglich über der Zunge verteilen und gleichzeitig etwas Luft einziehen, damit der erhöhte Luftstrom die Aromastoffe in die Nase transportiert und die Geruchskomponenten beim Schmecken intensiviert werden. Am besten gelingt dies durch regelrechtes Schlürfen kleiner Mengen.

Beim ersten Probieren entscheidet sich zunächst, welcher Geschmack bei einem Wein am intensivsten empfunden wird, allerdings treten die Geschmacksempfindungen im Mund zeitlich versetzt auf, sodaß zuerst Süße und erst wenige Sekunden später Säure empfunden wird. Der Geschmack nach dem Herunterschlucken, der sogenannte ‚Abgang', verrät übrigens viel über die Qualität. Ist dieser frisch und sauber, so ist das ein Zeichen für einen guten Wein und bei einem Spitzenwein hält sich dieser Nachgeschmack oft relativ lang.

Einige Faustregeln zur Weinprobe: Achten Sie auf gleichmäßiges Licht und einen neutralen Hintergrund für die Beurteilung der Farbe.
Die Temperatur des Weins ist entscheidend für die Entfaltung der Duftkomponenten.
Weiß- und Roséweine: 10° bis 11° Celsius
Rotweine: 16° bis 18° Celsius (also nicht die stets zitierte Zimmertemperatur)
Rotwein kann schon Stunden vor der Weinprobe geöffnet werden und hat so Gelegenheit, zu atmen. Weißwein hingegen darf erst unmittelbar vor der Probe geöffnet werden.
Achten Sie darauf, daß keine anderen Geruchs- oder Geschmackseindrücke die Weinprobe stören. Zu vermeiden sind daher Tabakrauch oder starke Parfüms. aber auch Essen kann den Eindruck beeinflussen, daher warten Sie mindestens eine Stunde zwischen Essen und Weinprobe.
Neutralisieren Sie den Gaumen zwischen den einzelnen Proben mit stillem Wasser oder einem frischen Stück Weißbrot.
Vormittags ist unser Empfinden am empfindlichsten, sodaß als optimale Tageszeit für die Probe gegen 10 Uhr anzusehen ist.

Quelle: www.winecat.de
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Abbauen

Alterserscheinung, hauptsächlich herbeigeführt durch Säureverlust (Altern)

Abfüllen

Umfüllung aus den Fässern in Flaschen

Abgang

erwünschter Nachgeschmack nach einem Schluck Wein

Abgerundet

Ein Wein, der der Herkunft, der Traubensorte und dem Jahrgang nach voll entspricht.

Abstich

Abpumpen des jungen Weines aus dem Gärfaß, um ihn vom Bodensatz (schweren Schwebeteilchen, Hefezellen) zu befreien. Oftmals geschieht der erste Abstich im Dezember. Der zweite Abstich ist zwei Monate später. Bei großen Weinen wird noch ein dritter Abstich durchgeführt.

Adstringierend

Wörtlich: zusammenziehend. Geschmacksempfindung vor allem bei tanninreichen Weinen

Agraffe

Drahtbügel zum Festhalten des Champagnerkorkens.

Alkohol

Farblose, leicht verdampfende Flüssigkeit (C2 H5OH = Ethylalkohol). Aromaträger im Wein. (siehe auch: alkoholische Gärung)

Altern

Weitverbreiteter Irrtum ist, daß ein Wein mit seinem Alter auch besser wird. Das ist nicht richtig. Jeder Wein hat seine individuelle Lebensdauer. Sherry altert nicht.

Anregend

Ein gefälliger Wein, der nicht unbedingt anspruchsvoll sein muß. Appelation contrôlée In Frankreich 1935 eingeführte und staatlich überwachte Bezeichnung. Sie garantiert die Herkunft eines Weines aus einem ganz bestimmten Gebiet, aber auch die vorgeschriebene Verwendung einer ganz bestimmten Traubensorte, die Einhaltung der Pflege und die Ernte des Weins zu einem bestimmten Zeitpunkt. Die Bezeichnung wird mit A.C. abgekürzt.

Aroma

Geruchseindruck, der sich beim Trinken bemerkbar macht.

Art

siehe Anregend

Ausbau

Sammelbegriff für Vorgänge, den Wein aromatischer zu gestalten, z. B. Lagerung im Eichenholzfaß

Ausbruch

Zusatz eingetrockneter Beeren zu nicht vergorenem Most. Der so gewonnene Wein heißt Ausbruch.

Auslese

Qualitätswein mit Prädikat, bei dem nur vollreife Trauben unter Aussonderung aller kranken und unreifen Beeren verwendet werden dürfen, dem kein Zucker zugesetzt werden darf und dem auf Antrag eine Prüfungsnummer, die auf dem Etikett zu verzeichnen ist, zugeteilt wird.

Bar

Atmosphärischer Überdruck in der Champagnerflasche. Üblich sind etwa 6 bar.

Barrique

Im Bordeaux übliche Bezeichnung für Eichenfässer mit 225 Litern Fassungsvermögen.

Beerenauslese

Spitzenwein aus überreifen oder edelfaulen, einzeln verlesenen Traubenbeeren. Die Beerenauslese hat ein geringeres Mostgewicht als eine Trockenbeerenauslese.

Blume

siehe >Bukett

Bocksbeutel

Flaschenform, die ehemals für Frankenweine, jetzt aber für alle Weine verwendet werden darf.

Böckser

Weinfehler. Fauliger Geschmack durch Heferückstände beim >Abstich oder unsachgemäße Schwefelung.

Botrytis cinerea

Schimmelpilz, der die >Edelfäule verursacht

Bukett

Gesamtheit der Duft- und Aromastoffe. Nach Alter und Sorten verschieden. Soweit sie ein ausgesprochenes Bukett haben, kann man die einzelnen Rebarten daran unterscheiden.

Champagner

Rechtlich geschützter Name für Schaumweine aus der Champagne.

Charakter

Weist ein Wein auf, wenn er ein unverwechselbares, deutlich erkennbares Aroma hat.

Cuveé

Grundwein, der für >Verschnitte eingesetzt wird. Keinesfalls eine Wertmindernde Bezeichnung.

Dekantieren

Umfüllen des Weins aus der Flasche in einen Glasbehälter. Somit wird, gerade älterer Rotwein vom Depot befreit.

Depot

Bodensatz im Wein, meist bestehend aus Weinsäurekristallen und Gerbstoff, bei Rot- und Südweinen ein Qualitätsmerkmal, die durch Dekantieren abgetrennt werden können.

Deutsches Weinsiegel

Gütezeichen, das von der Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft (DLG) nach Prüfung durch eine neutrale Kommission vergeben wird. Im Badischen gibt es ein eigenes Gütezeichen.

Dick

Ein körper- und extraktreicher Wein meist mit viel Restzucker, der beim Verkosten nicht harmonisch wirkt. Steigerung plump.

Dosage

Zusatz einer Lösung mit Zucker und Wein voriger Jahrgänge zu Schaumweinen; von Branntwein oder Wein voriger Jahrgänge bei Südweinen.

Dünn

Wein mit zu wenig Körper, Alkohol und/oder Säure. Das Gegenteil auch beim Wein: dick

Edelfäule

Fäule, die bei längerem mildem Herbstwetter eintritt, ohne die Trauben verfaulen zu lassen. Verursacht durch einen Schimmelpilz (Botrytis cinerea), der die Schalen der Beeren mit einem grauen Schimmel überzieht. Dadurch verdunstet der Wasseranteil der Beeren, die dann einschrumpfen und so einen hohen Zuckergehalt gewinnen.

Eigenes Lesegut

Gleichbedeutend mit Erzeugerabfüllung.

Eiswein

Deutsche Rarität unter den "Qualitätsweinen mit Prädikat", bei der die Trauben bei der Lese und Kelterung auf natürliche Weise vereist sein müssen.

Erzeugerabfüllung

Zugelassene Bezeichnung für den Wein, den der Erzeuger auch selbst abgefüllt hat.

Ester

Aromageber im Wein, entsteht aus Alkohol und organischen Säuren.

Extrakt

Nichtflüchtige, lösliche Stoffe wie Glyzerin, stickstoffhaltige Verbindungen, Gerb- und Farbstoffe, Alkohole und Mineralstoffe, jedoch nicht Zucker. Zeichen von Qualität.

Faß

Früher meist aus Holz, heute weitgehend aus Metall. Bezeichnung in Deutschland: Fuder, Stück (Halb- und Viertelstück). 1 Fuder oder Stück = bis zu 1840 Liter.

Federweißer

Wein nach der ersten Hauptgärung mit Resten der Hefe und viel Kohlensäure.

Feurig

Wein mit relativ hohem Alkoholgehalt, dabei reif und ausgeglichen.

Firn

Weine, die den Höhepunkt überschritten haben und matt werden. Edelfirne ist manchmal erwünscht.

Flaschengärung

Herstellung von Schaumwein in Flaschen nach altem Verfahren und nicht in Tanks. Kostspieliger, aber höhere Qualität versprechend.

Flaschengrößen

Wein wird normalerweise in 0,7 l-Flaschen abgefüllt. Billiger Wein kommt auch in größeren Einheiten vor. Champagner wird überwiegend in 0,75 l-Flaschen angeboten, weiterhin existieren noch: ½ Flasche zu 0,375 l (Pony), die ¼ Flasche zu 0,2 l (Piccolo) und die Großflaschen: Magnum (1,50 l), Jeroboam (3,00 l), Rehoboam (4,50 l), Methusalem (6,00 l), Salmanazar (9,00 l), Balthasar (12,00 l) und Nebukadnezar (15,00 l).

Frisch

Wein mit genügender, aber nicht stark hervortretender Säure.

Fruchtig

Wein mit ausgesprochenem Traubengeschmack.

Frühlese

Vorzeitige Lese wegen ungünstiger Witterungseinflüsse.

Gärung

Umsetzung des Zuckers in Alkohol und Kohlendioxid durch von Hefepilze. Die Gärung kann unterbrochen bzw. gestoppt werden, um einen Rest von Zucker zu erhalten. Der Wein muß dazu sterilisiert werden, was früher meist mit Hilfe eines Entkeimungsfilters geschah. Weil die Ergebnisse nicht immer befriedigend waren, ist man vom Verfahren der gestoppten Gärung weitgehend abgekommen.

Gefällig

Ein angenehm zu trinkender Wein.

Groß

Ausdruck für Qualitätsweine aus hervorragende Weine.

Halbtrocken

Wein mit einem Restzuckergehalt von höchstens 18 Gramm je Liter, jedoch nicht mehr als Gesamtsäuregehalt in Gramm plus zehn.

Harmonisch

Ein Wein, bei dem Süße und Säure, Körper und Alkoholgehalt in ausgewogenem Verhältnis stehen.

Hart

Weine, deren Säure nicht durch genügend Zuckergehalt ausgeglichen wird. Jungweine, die hart sind, können beim Reifen harmonisch werden.

Herb

Entweder viel Tannin (Rotwein) oder viel Säure (Weißwein) enthaltend.

Hybriden

Kreuzung von amerikanischen und europäischen Rebsorten in Deutschland verboten.

Imprägnieren

Künstliche Zusetzung von Kohlensäure zu Wein.

Jahrgang

In Deutschland, Osterreich und der Schweiz meist auf dem Etikett angegeben, in Frankreich und den Mittelmeerländern mitunter bei besonders guten Jahren.

Jung

Ein Wein, der seine Reife noch nicht erreicht hat.

Kapsel

Zusätzlicher Verschluß, der über den Flaschenhals gestülpt wird. Früher aus Blei (Zum Schutz des Korkens vor der Korkmotte), heute meist aus Plastik oder Zinn, da die Verwendung von Blei verboten wurde.

Korkbrand

Der in den Flaschenkorken eingebrannte Name des Weingutes oder Abfüllers. Heute ist ein Korkbrand ohne jede Bedeutung

Körper

Wird durch die Extraktstoffe eines Weines bestimmt. Ausschlaggebende Faktoren sind Gehalt an Salzen, Glyzerin (ein guter Wein hat 3 - 6 g/l), Zucker und Säure.

Korkgeschmack

Weinfehler. Machtsich durch üblen, fauligen Geschmack bemerkbar. Dieser Weinfehler kann nicht unbedingt durch den Geruch festgestellt werden. Ursache ist unsaubere Verarbeitung beim Korkproduzenten (meist in Portugal, Spanien, Sardinien). Allerdings ist der Korkgeschmack der häufigste zu Unrecht erhobene Vorwurf (meist von unerfahrenen Weinfreunden).

Kurz

Weine, die keinen >Abgang haben.

Lage

Im Katasteramt eingetragenes Rebengelände.

Lang

Im Zusammenhang mit >Abgang verwendet. Ein langer Abgang ist ein Zeichen von hoher Qualität.

Lieblich

Ein ausgeglichener Wein mit relativ hohem Zuckergehalt. Seit 1977 erlaubte, nicht definierte Geschmackskennzeichnung.

Malolaktische Säureumwandlung

Zweite Gärung, vorwiegend bei der Rotwein bereitung. Milchsäurebakterien wandeln die herbe Äpfelsäure zu Milchsäure um.

Mise

Französisch für abgefüllt, entspricht der deutschen Erzeugerabfüllung.

Mollig

Schwächerer Ausdruck für >dick

Most

Noch nicht vergorener oder gerade in Gärung befindlicher Traubensaft.

Mostgewicht

Mit Hilfe der von Ferdinand Oechsle (1774-1852) erfundenen Mostwaage, die später verbessert und durch noch genauere Instrumente ergänzt wurde, wird der ungefähre Zuckergehalt des Weins eines neuen Jahrgangs ermittelt.

Mousseux

Französisches Wort für schäumend. In Deutschland ist moussierend gebräuchlich. Italiener sagen frizzante. Entsteht durch vorzeitigen Abbruch der Gärung.

Nase

Duft eines Weines.

Natur

Das neue Weingesetz von 1971 verbietet diese Bezeichnung, die früher für ungezuckerte Weine gebräuchlich war.

Nervig

Ein Wein, der noch in der Entwicklung ist.

Oechsle

In Deutschland wird der Zuckergehalt des Weins vor der Lese nach »Grad Oechsle« gemessen. >Mostgewicht.

Oenologie

Vom griechischen »oinos« = Wein. Die Wissenschaft vom Wein. Organoleptische Prüfung Fachausdruck für Sinnesprüfung im Gegensatz zur chemischen Analyse.

Oxydation

Brauntönung. Strohige Nase, flaches Aroma. Der Wein hat entweder im Faß oder in der Flasche Luft bekommen. meist durch beschädigten Korken verursacht.

Pasteurisieren

Sterilisieren durch Erhitzen auf 55 bis 80 °C

Perlwein

Durch Zufuhr von Kohlensäure >(Imprägnieren) leicht schäumender Wein.

Portwein

Seit 1450 erzeugter, gespriteter Wein aus dem nördlichen Teil des Daurotales. Hauptunterschiede: Ruby Port, verhältnismäßig jung, und Tawny Port, der mehrere Jahre in Eichenfässern lagert. Außerdem Jahrgangsportweine (Vintage Ports) in besonders guten Jahren und von Kennern hochgeschätzte weiße Portweine (White Ports).

Rahn

Ein Wein, der durch Oxidation braun wird und kurz vor dem Ungenießbarwerden steht.

Rassig

Ein Wein mit verhältnismäßig viel Säure.

Rauh

Ein Wein mit zu viel Tannin.

Reblaus

Rebschädling.

Reif

Ein Wein ohne störenden Beigeschmack.

Restsüße

Der nicht in Alkohol und Kohlensäure umgesetzte Zucker, entweder bei sehr hohem Zuckergehalt des Mostes oder durch künstliches Stoppen.

Rezent

Ein frischer, voller Wein mit einer ausgewogenen Säure.

Roséwein

Aus verschiedenen Rotweintrauben gewonnen, die weder vollständig mit den Schalen (wie beim Rotwein), noch ohne diese (wie beim Weißwein) vergoren werden. Die Schalen bleiben nur eine gewisse Zeit in dem Most.

Rotling

Blaß- bis hellroter Wein aus einer Mischung von Weiß- und Rotweintrauben.

Samtig

Bezeichnung für milde, ausgeglichene und körperreiche Rotweine.

Sauber

Ein Wein, an dem nach Herkunft, Behandlung und Jahrgang nichts auszusetzen ist.

Säure

Die in der Weintraube vorkommenden Säuren sind Wein-, Apfel- und Milchsäure. Essigsäure kann sich nur durch falsche Behandlung einstellen und verdirbt den Wein. Ein gewisser Säuregrad ist notwendig, da sonst jeder Wein schal und abgestanden schmecken würde. Wein mit viel Säure nennt man herb.

Schillerwein

Württembergische Weinspezialität, für die Rot- und Weißwein zusammen gekeltert werden.

Schönung

Gesetzlich erlaubte Methode zur Klärung des Weins durch organische oder chemische Substanzen.

Schwanz

Tritt ein auffälliger Nachgeschmack beim Probieren eines Weines auf, so nennt man dies einen Schwanz.

Schwefeln

Zusatz von Schwefeldioxid, schwefliger Säure oder Sulfiten zum Most oder Wein, um die Gärung zu stoppen.

Sherry

Der berühmteste spanische Wein, der in der Umgebung der südspanischen Stadt Jerez wächst. Man unterscheidet drei Hauptsorten: Amontillado, Fino und Oloroso. Da die Flaschen nach dem sogenannten Solerasystem aus Fässern von Weinen verschiedener Jahrgänge gefüllt werden, gibt es keine Jahrgangssherrys.

Sommelier

Der Weinkellner, oft auch Kellermeister.

Spriten

Zusetzen von hochwertigen Branntweinen vor allem bei Südweinen, um die Gärung zu unterbrechen, möglichst viel Süße zu erhalten und die notwendigen Alkoholgrade zu erreichen.

Stoppen

Abbrechen der Gärung durch Schwefeln oder Kühlen.

Süße

Bei den meisten Weinen wird die Süße nur durch Spriten (Südweine), durch Stoppen oder durch Zuckerung erzielt.

Tafelwein

Nur aus geeigneten, amtlich vorgeschriebenen Rebsorten von genehmigten Weinbergen stammende leichte und bekömmliche Weine. Zuckerung ist in den behördlich vorgeschriebenen Mengen erlaubt.

Tannin

Gerbstoff, der je nach der Traubensorte mehr oder weniger stark bei jüngeren Rotweinen in Erscheinung tritt.

Trocken

Geschmackskennzeichnung für Wein mit einem Bestzuckergehalt von höchstens vier Gramm bzw. von neun Gramm je Liter, wenn der Gesamtsäuregehalt höchstens um zwei Gramm pro Liter unter dem Restzuckergehalt liegt.

Trockenbeerenauslese

Spitzenerzeugnisse des deutschen Weinbaus (Qualitätswein mit Prädikat). Es dürfen nur vollreife, unbeschädigte, gesunde und zu Rosinen zusammengeschrumpfte Beeren gepflückt werden.

Umschlagen

Durch Bakterienbefall zersetzt sich die Weinsäure in flüchtige Säuren, wie z.B. Kohlensäuren. Dadurch tritt nachträgliche Trübung bereits geklärten Weines ein.

Verbessern

Kellertechnische Maßnahme zur Erhöhung oder Erhaltung des Zuckergehalts bzw. zum Abbau von zuviel Säure.

Verschnitt

Mischung aus verschiedenen Weinen und Mosten, fälschlich für ein negatives Merkmal gehalten. Alle Bordeaux sind z. B. Verschnittweine. Siehe >Cuveè

Vin de Pays

Französischer Tafelwein, der mit einer Gebietsangabe (Departement, Produktionszone) gekennzeichnet ist.

Vino Tinto

Spanisch: Rotwein.

Voll

Fülle an Körper.

Wachstum

Bezeichnung für die Herkunft des Weins, gibt meist die Lage oder den Besitzer des Weinguts an. Als Weinkennzeichnung nicht mehr erlaubt.

Weinsiegel

Deutsches Weinsiegel; V.D. Q.S.

Weißherbst

Roséwein aus den bestimmten Anbaugebieten Ahr, Baden, Franken, Rheingau, Rheinhessen, Rheinpfalz und Württemberg, bereitet aus einer einzigen Rebsorte Qualitätswein.

Wermut

Gespriteter und mit Kräutern gewürzter Wein, dessen wichtigster Bestandteil eine südeuropäische Beifußart (Artemissa absinthium) ist. Französischer Wermut ist meist hell und trocken. Italienischer Wermut gliedert sich in Vermouth Bianco (hell und süß), Vermouth Rosso (rot und halbsüß), Vermouth Dry oder Secco (trocken) und Vermouth Amaro (halbbitter).

Winzergenossenschaften

Freier Zusammenschluß von Weinbauern auf genossenschaftlicher Grundlage zur gemeinsamen Ernte, Lagerung und zum gemeinsamen Verkauf.

Wuchtig

Ein Wein mit viel Alkohol und Körper.

Würzig

Weine mit einer natürlichen, auf Bodenbeschaffenheit und Traube beruhenden Würze.

Zedernholz

Zedernholzgeruch eine Nase klassischen Bordeauxweine.

Zuckerung

Zugabe von Zucker bei Weinen, deren Oechslegrade nicht ausreichen, um den gesetzlich vorgeschriebenen Alkoholgehalt zu garantieren. Nur bei Tafelweinen und Qualitätsweinen ohne Prädikat erlaubt.

Quelle: www.winecat.de

Die alkoholische Gährung

Der Grundstoff für Alkohol ist der im Traubenmost enthaltene Zucker. Hefepilze können unter Luftabschluß den Zucker in Alkohol und Kohlendioxid umwandeln. Aus diesem Prozeß gewinnt die Hefe ihre Energie zum Leben und Wachsen.

Vereinfacht sieht die Reaktion wie folgt aus:

C6H12O6 zu 2(C2H5OH) + 2(CO2)
Zucker zu Alkohol und Kohlendioxid

Selbstverständlich ist diese Reaktion stark vereinfacht dargestellt. Aber eine detaillierte Darstellung würde kaum den Genuß am Wein erhöhen.Obige Reaktion können die Hefekulturen nur bis zu einer Alkoholkonzentration von 12-18 Vol.% durchführen (Der Wert ist abhängig vom Zuckergehalt des Mostes einerseits und dem eingesetzten Hefepilzstamm andererseits). Übersteigt der Alkoholgehalt den für den eingesetzten Hefestamm tolerablen Grenzwert, so sterben diese ab. Durch die alkoholische Gärung vergiften sich die Hefezellen selbst.

Im Gärkeller ist für ausreichende Belüftung zu sorgen, da beim Gärvorgang giftiges Kohlendioxid entsteht. In fast allen Gärkellern stehen brennende Kerzen; ist die Kohlendioxidkonzentration zu hoch, erlöschen diese (bzw. brennen mit erheblich kleinerer Flamme), der Keller ist dann umgehend zu verlassen.

wein